Dem Zusammenhang von angemessener Informationsversorgung und optimierter Mobilität wird eine zentrale Bedeutung für die weitere Entwicklung der Industrie- und Informationsgesellschaft zugemessen. Das achte internationale Symposium für Informationswissenschaft – ISI 2002 – behandelt die aus dieser Thematik abzuleitenden Fragestellungen aus einer informationsmethodischen und -technischen Perspektive. Damit wird auch ein interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt der Universität Regensburg aufgegriffen, an der in den vergangenen Jahren nicht nur ein interdisziplinäres Zentrum für Information und Mobilität entstanden ist, sondern diese Themenstellung auch bereits Gegenstand mehrerer Veranstaltungen gewesen ist. Nicht zuletzt findet die ISI 2002, veranstaltet vom Hochschulverband für Informationswissenschaft und organisiert vom Lehrstuhl für Informationswissenschaft, an der Universität Regensburg als traditionellem Standort der deutschsprachigen Informationswissenschaft statt.

Die Beiträge der Konferenz beleuchten den Themenkomplex unter verschiedenen Gesichtspunkten. Der Optimierung der Informationsversorgung in Situationen der Mobilität sind Beiträge zur multimodalen Interaktion zuzuordnen. Vermeidung unnötiger Mobilität lässt sich z.B. durch die Einrichtung und Optimierung virtueller Lehre erreichen, wie sie in mehreren Beiträgen dieser Tagung diskutiert wird.

Entsprechend der interdisziplinären Natur der Fragestellungen verzeichnet die ISI Beiträge aus der Informationswissenschaft, der Informatik, der Psychologie und anderen verwandten Disziplinen. Forschungsergebnisse werden sowohl als wissenschaftliche Beiträge als auch durch Poster und Demonstrationen vermittelt, so dass theoretische und experimentell konstruktive Forschung jeweils ihre angemessene Präsentationsform finden können.

Da die ISI die in regelmäßigem Turnus stattfindende Fachtagung der Informationswissenschaft ist, finden sich im Programm auch Beiträge, welche die Kernfragen der Informationswissenschaft im Bereich der Grundlagen des Information Retrieval, der Mensch Maschine-Interaktion etc. betreffen.

Wie schon bei der vorangegangenen ISI wurden alle Beiträge von mehreren Fachleuten begutachtet. Die Herausgeber danken dem Programmkomitee für seine zügige und klare Bewertung der eingereichten Beiträge. Der Bewertungsprozess wurde ein weiteres Mal durch die elektronische Abwicklung vereinfacht. Hier ist Dr. Bernard Bekavac, Universität Konstanz, zu danken. Die reibungslose Koordination zum Verlag und die endgültige Printform des Tagungsbandes sind wiederum dem Einsatz von Dr. Wolfgang Semar, Konstanz, zu verdanken.

Ein wichtiges Zielpublikum der ISI sind die Studenten der Informationswissenschaft. Mit besonderer Freude und mit Dank würdigen die Herausgeber deshalb den Einsatz von Studierenden der Informationswissenschaft in Regensburg für das Gelingen der Tagung, die ja auch für sie gemacht sein sollte.

Das Gelingen einer wissenschaftlichen Tagung steht und fällt mit der Qualität der eingereichten Beiträge. Ein besonderer Dank gebührt deshalb den Autoren und Vortragenden, deren Einsatz die ISI 2002, wie wir hoffen, für alle Teilnehmer zu einem interessanten und anregenden Ereignis machen wird.

Regensburg / Hildesheim, August 2002

Rainer Hammwöhner, Christian Wolff, Christa Womser-Hacker