Konferenzen & Awards

Internationales Symposium für Informationswissenschaft – ISI


Das Internationale Symposium für Informationswissenschaft (ISI) ist die zentrale wissenschaftliche Konferenz der deutschsprachigen Informationswissenschaft. Die ISI findet alle zwei Jahre an wechselnden Standorten statt und beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Informationswissenschaft sowie den wechselnden Anforderungen, die an die Informationswissenschaft gestellt werden. Dies drückt sich in dem jeweiligen Tagungsmotto aus, das ein für das Fach aktuelles Thema akzentuiert.
Bislang fanden folgende Veranstaltungen statt:

16th International Symposium for Information Science, Regensburg, Germany (ISI 2021)
Thema: Information between Data and Knowledge: Information Science and its Neighbors from Data Science to Digital Humanities

15th International Symposium for Information Science, Berlin, Germany (ISI 2017)
Thema: Everything Changes, Everything Stays the Same? Understanding Information Spaces

14th International Symposium for Information Science, Zadar, Croatia (ISI 2015)
Thema: Reinventing Information Science in the Networked Society

13. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Potsdam (ISI 2013)

12. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Hildesheim (ISI 2011)

11. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Konstanz (ISI 2009)
Thema:  Information: Droge, Ware oder Commons? Wertschöpfungs- und Transformationsprozesse auf den Informationsmärkten

10. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Köln (ISI 2007)
Thema: Open Innovation – neue Perspektiven im Kontext von Information und Wissen

9. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Chur (ISI 2004)
Thema: Information zwischen Kultur und Marktwirtschaft.

8. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Regensburg (ISI 2002)
Thema: Information und Flexibilität

7. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Darmstadt (ISI 2000)
Thema: Informationskompetenz: Basiskompetenz in der Informationswissenschaft

6. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Prag (ISI 1998)
Thema: Knowledge Management and Information Technologies

5. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Berlin (ISI 1996)
Thema: Herausforderungen an die Informationswissenschaft: Informationsverdichtung, -bewertung und Information filtering

4. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Graz (ISI 1994)
Thema: Mehrwert von Information – Professionalisierung der Informationsarbeit

3. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Saarbrücken (ISI 1992)
Thema: Mensch und Maschine – Informationelle Schnittstellen der Kommunikation

2. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, llmenau (ISI 1991)
Thema: Wissensbasierte Informationssysteme und Informationsmanagement

1. Internationales Symposium für Informationswissenschaft, Konstanz (ISI 1990)
Thema: Pragmatische Aspekte beim Entwurf und Betrieb von Informationssystemen

Gerhard-Lustig-Preis (Best Student Paper Award)


Der Gerhard-Lustig-Preis wird für die beste studentische Abschlussarbeit im Fach Informationswissenschaft während eines Zeitraumes von zwei Jahren vergeben. Er wurde zum ersten Mal während ISI 2000 vergeben und ist der Nachfolger des Best Student Paper Award. Die Auszeichnung erfolgt jeweils während des Internationalen Symposiums für Informationswissenschaft (ISI) im Rahmen eines Festaktes. Der gestiegenen Ausstattung des Preises entspricht die Entscheidung des Hochschulverbandes für Informationswissenschaft, ihn mit dem Namen von Professor Dr. Gerhard Lustig zu verbinden.

Gerhard Lustig (18.6.1929 – 6.10.1993) hat in den Jahren 1975 bis 1992 an der TH Darmstadt das Fach Information Retrieval (Datenverwaltungssysteme II) vertreten und darf als einer derjenigen gelten, der durch seine eigenen Beiträge und sein eigenes Engagement sowie durch seine Schüler die Informationswissenschaft in Deutschland etabliert und vorangebracht hat. Insbesondere hat Gerhard Lustig als Mensch, Lehrer und Forscher Maßstäbe gesetzt, die in einer Zeit selten geworden sind, die Schnelligkeit oft mehr belohnt als Konzentration und Qualität, den Effekt mehr als wissenschaftliche Redlichkeit und Seriosität.

Gerhard Lustig hat sich in seiner Lehre und bei der Betreuung und Förderung seiner Studierenden keine Grenzen des Aufwandes auferlegt. Er hat sich stets intensiv mit den Personen, mit deren fachlicher Entwicklung und Arbeit auseinandergesetzt. Von ihm betreute Seminararbeiten, Diplomarbeiten und Dissertationen sind durch seinen Stil, genauestens zu studieren und zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und substanziell Anregungen zu geben, sicher nicht schneller fertiggestellt worden. Aber es war Lustigs Beitrag zur Qualität der Arbeit, dass der oder die Autorin an seinen Maßstäben gewachsen war.

Der Gerhard-Lustig-Preis wird für alle daran Beteiligten eine hohe Verpflichtung darstellen und die Erinnerung an eine Persönlichkeit wachhalten, die nach langer schwerer Krankheit und trotzdem mitten im Leben eines Hochschullehrers, verstorben ist.

Verleihung des Gerhard-Lustig-Preises

Vorgeschlagen werden die Abschlussarbeiten von dem sie betreuenden Professor. Eine Jury des Hochschulverbandes HI wählt aus den vorgeschlagenen Arbeiten ca. 6 Arbeiten aus, welche auf dem nächsten Internationalen Informationswissenschaftlichen Symposium einem grösseren Publikum vorgestellt und detailliert evaluiert werden. Die Auszeichung und Preisverleihung erfolgt während des Symposiums.

Preisträger 2021

Platz 1: Leyla Dewitz, Humboldt-Universität zu Berlin: „Information Behavior von unbegleiteten, minderjährigen Geflüchteten unter Berücksichtigung der Rolle und Nutzung von Smartphones“ und

Sebastian Schultheiß, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: „Der Einfluss des Verständnisses von Suchmaschinenwerbung auf das Rechercheverhalten am PC und am mobilen Endgerät – Eine Nutzerstudie“

Platz 2: Neele Lange, Stiftung Universität Hildesheim: „Reflektive vs. intuitive Ästhetikwahrnehmung von Homepages Eine Analyse kultureller Unterschiede zwischen Testpersonen aus Deutschland und Lateinamerika“ und

Fabian Haak, Technische Hochschule Köln: „Design and Development of an Emoji Sentiment Lexicon“

Preisträger 2017

Platz 1: Brinken, Helene & Kock, Helena Universität Hildesheim: „Exploring Intergenerational Knowledge Sharing“

Platz 2: Jackermeier, Robert Universität Regensburg: „Interactive Pedestrian Indoor Localization“

Platz 3: Alexandra S. Linhart Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg): „Google Now und die Daten der Nutzer. Eine Tagebuchstudie zur Wahrnehmung von Google Now Karten im Hinblick auf die Sammlung personenbezogener Daten“

Preisträger 2015

Platz 1: Christina Ohm, Universität Regensburg: „Estimating the Driver’s Workload – Using Smartphone Data to Adapt In-vehicle Information Systems“

Platz 2: Eike Kleiner, Universität Konstanz: „Blended Shelf – Reality-based Presentation and Exploration of Library Collections“

Platz 3: Katrin Steiner, Technische Hochschule Köln (TH Köln): „Research Data Management and Information Literacy: New Developments at New Zealand University Libraries“

Preisträger 2013

Platz 1: Florian Meier, Universität Regensburg: „Crowdsourced Information Architecture – Evaluation der Informationsarchitektur von Websites mit Hilfe von Crowdsourcing und asynchronen Remote-Usability-Tests“

Platz 2: Ralf Schultheiß, Hochschule Reutlingen: „Konzeption, Gestaltung und Evaluierung einer multimedialen Lernumgebung für Vorschulkinder – Ein kindzentrierter Designprozess in Theorie und Praxis“

Platz 3: nicht vergeben

Preisträger 2011

Platz 1: Thomas Sammer, Karl-Franzens-Universität Graz: „Social Media Analysis. Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen anhand eines Fallbeispiels“

Platz 2: Markus Fuchs, Universität Regensburg: „Aufbau eines wissenschaftlichen Textcorpus auf der Basis der Daten der englischsprachigen Wikipedia“

Platz 3: Alexander Meyer, Fachhochschule Köln (FH Köln): „Begriffsrelationen im Kategoriensystem der Wikipedia: Entwicklung eines Relationeninventars zur kollaborativen Anwendung“ (Bachelorarbeit)

Preisträger 2009

Platz 1: Sonja Öttl, Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (HTW Chur): „Visualisierungs- und Interaktionsdesign für multivariate, zeitunabhängige Daten in sozialen Netzwerken“

Platz 2: Bettina Williger, Universität Regensburg: „Der Einfluss multimodaler Reizwahrnehmung auf Blicksteuerung und Gedächtnis“

Platz 3: Ben Heuwing, Universität Hildesheim: „Tagging für das persönliche und kollaborative Informationsmanagement: Implementierung eines Social-Software Systems zur Annotation und Informationssuche in Bibliotheken“

Preisträger 2007

Platz 1: Sabrina Lehnerer, Universität Regensburg: „Wissensorganisation in der Online-Enzyklopädie Wikipedia“

Platz 2: Rafaela Pichler, Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (HTW Chur): „Annäherung an die Bildsprache – Ontologien als Hilfsmittel für Bilderschließung und Bildrecherche in Kunstbilddatenbanken“ (Diplomarbeit)

Platz 3: Charlotte Maihoff, Universität des Saarlandes: „Fuzzy Geschäftsprozessmodellierung“

Preisträger 2004

Platz 1: Tobias Müller, Universität Konstanz: „Konzeption und Implementation eines WAN-basierten Publikationssystems mit Fokus auf DRM & URM-Komponenten“

Platz 2: Susanne Mühlbacher, Universität Regensburg: „Konzept zur sicheren Bedienung von Fahrerassistenzsystemen“

Platz 3: Pia Schnetzler, Universität Hildesheim: „Analyse von Named Entities Tools für das multilinguale Information Retrieval“

Preisträger 2002

Torsten Bartel, Universität, Universität Hildesheim: „Verbesserung der Usability von WebSites auf der Basis von Web Styleguides, Usability Testing und Logfile-Analysen“

Preisträger 2000

Cornelia Springer, Universität Hildesheim: „Internet und Recht – ein Online-Informationssystem“

Preisträger 1996

Bernard Bekavac, Universität Konstanz: „Entwicklung und Implementierung einer WWW-Client-Software für das Konstanzer Hypertext System (KHS)“ Auszeichnung mit 1. Preis des „Best Student Paper Award“, isi’96 , Berlin.

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