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Der HI stellt vor: Informationswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Den Auftakt macht das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (IBI). Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite

Von 1987 – 2020 bestand an der Karl-Franzens-Universität Graz mit dem Institut für Informationswissenschaft das einzige facheinschlägige Universitätsinstitut für Informationswissenschaften in Österreich. Mit dem 1. Oktober 2020 endete die Geschichte des Instituts für Informationswissenschaft als selbständige Organisationseinheit, indem dieses gemeinsam mit zwei weiteren Instituten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, in das neue Institut für Operations und Information Systems überführt wurde. Grund für diese Fusionierung waren strategische Überlegungen der Fakultät, die bestrebt ist, größere Organisationseinheiten zu bilden, um Synergieeffekte zu generieren. Auch wenn sich die Bezeichnung „Informationswissenschaft“ nun nicht mehr im Institutsnamen wiederfindet, lebt die Lehre und Forschung der Grazer Informationswissenschaft als Teil des neuen Institutsbereichs „Information Systems“ fort.

Eine Besonderheit ergibt sich aus der institutionellen Verortung an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Dies führte bereits in der Vergangenheit dazu, dass die Lehre und Forschung einen starken wirtschaftswissenschaftlichen Bezug aufweisen. Anstelle eines eigenen informationswissenschaftlichen Studiengangs können die Lehrveranstaltungen des Instituts von Studierenden der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften im Rahmen ihrer Spezialisierung (Spezialisierungsgebiete „Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik“ und „Business Analytics and Data Science“) oder als Wahl(pflicht)fächer belegt werden.

An der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wurde kürzlich das Business Analytics und Data Science (BANDAS) Center gegründet. Dieses universitäre Forschungszentrum soll fakultätsintern als Kompetenzzentrum fungieren und Kontakte zu Wirtschaft und Gesellschaft intensivieren. Die erste Aufgabe des BANDAS-Centers ist, den Einsatz und die Anwendung datenbasierter Technologien in den BWL-Anwendungsfeldern zu untersuchen. Es hat damit eine natürliche Schnittstelle zu allen BWL-Fachbereichen. Die zweite wichtige Aufgabe des BANDAS-Centers ist, die gesellschaftlichen Auswirkungen datenbasierter Technologien zu erforschen und somit die sozialwissenschaftliche Perspektive der Fakultät zu vertreten. Das BANDAS-Center wird sowohl räumlich als auch personell eng mit dem neuen Institut und speziell mit der Arbeitsgruppe „Information Systems“ verbunden sein.

Mit dem stärkeren Anwendungsbezug der Arbeitsgruppe ist auch eine stärkere Ausrichtung auf Informatikthemen verbunden. Da die Universität Graz keine eigene Informatik-Arbeitsgruppe hat, wurde dazu eine enge Kooperation mit der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Graz aufgebaut. Aus dieser Kooperation zwischen den Fakultäten ist auch ein neuer Masterstudiengang „Computational Social Systems“ mit den Majors „Business Analytics“ (BWL–Informatik), „Law and Computer Science“ (Rechtswissenschaften – Informatik), „Human Factors“ (Psychologie – Informatik) und „Social Research and Technologies“ (Soziologie – Informatik) hervorgegangen. Im Masterstudium werden sozio-technische Systeme untersucht, in denen der Mensch, die Gesellschaft, die Wirtschaft und unser Rechtsrahmen zusammen mit der IT betrachtet werden. Das Studium ist im doppelten Sinn interdisziplinär. Es ermöglicht das Studium an zwei Universitäten und in zwei Themenfeldern. Hier wird das Institut und speziell die Arbeitsgruppe „Information Systems“ eine wichtige koordinierende Rolle für dieses Studium und den Major „Business Analytics“ einnehmen. Dieser Fokus wird auch zusammen mit dem Institut für Entrepreneurship für die Managementausbildung aufgegriffen und ein MBA-Programm „Digital Leadership“ entwickelt.

Durch das deutlich größere Lehrportfolio gibt es nach wie vor reichlich Platz für informationswissenschaftliche Themen, die durch ihre traditionell interdisziplinäre Ausrichtung gut in das Spannungsfeld zwischen Technologie, wirtschaftswissenschaftlichen Anwendungen und Gesellschaft passen.

Forschungsseitig werden die bestehenden informationswissenschaftlichen Themen durch mehr technik-orientierte Wirtschaftsinformatikthemen ergänzt. Dies passiert durch die Anbindung des BANDAS-Centers an das Institut und durch die stärkeren Kooperationen mit der TU Graz. Ebenso sollen durch die Kooperationen mit den anderen beiden Arbeitsgruppen des Institutes (Operations Research und Supply-Chain Management), die ebenso eine starke technische Ausrichtung haben, weitere Impulse in diese Richtung erfolgen.

Forschungsnetzwerk „Human Factor in Digital Transition“ (HFDT)

An der Universität Graz ist HFDT seit Anfang 2019 als eines von vier sogenannten Forschungsnetzwerken eingerichtet. Ziel von HFDT ist es zu untersuchen, wie die Digitalisierung den Menschen und sein Handeln sowie sein Leben beeinflusst. Auch wenn der Fokus auf den Auswirkungen der Digitalisierung auf den Menschen liegt, so ist eine Reihe von (möglichen) Forschungsthemen auch informationswissenschaftlicher Natur. Dies kommt durch die am Netzwerk beteiligten Institutionen bzw. Forschungsbereiche zum Ausdruck:

  • Operations and Information Systems: Data Science and Business Analytics
  • Volkswirtschaftslehre: Informationsökonomie
  • Soziologie: Informationsgesellschaft
  • Rechtswissenschaften: Informationsrecht
  • Geisteswissenschaften: digitale Geisteswissenschaften
  • Theologie und Philosophie: Informationsethik
  • Psychologie
  • Pädagogik: digitales Unterrichtsdesign.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Forschungsnetzwerkes erfolgt in folgenden zentralen Bereichen:

  • Forschungsprojekte: Teilnahme an internationalen Projektausschreibungen und Durchführung von interdisziplinären Forschungsprojekten
  • Regelmäßiges Brown-Bag Seminar
  • Lehre: gemeinsames Doktorandenkolloquium
  • Veranstaltungen: Abhaltung von Workshops und Symposien.

Inter-universitärer postgradualer Universitätslehrgang „Library and Information Studies“

Im Bereich der Lehre werden informationswissenschaftliche Inhalte zusätzlich durch den Universitätslehrgang „Library and Information Studies“ abgedeckt. Es handelt sich dabei um einen inter-universitären Universitätslehrgang, der aktuell an den Universitäten Graz, Innsbruck und Wien sowie an der Österreichischen Nationalbibliothek in Kooperation mit der Universität Wien eingerichtet ist. Der erste Teil (Grundlehrgang) muss vom wissenschaftlichen Bibliothekspersonal an Universitätsbibliotheken besucht werden, grundsätzlich ist aber eine bibliothekarische Tätigkeit nicht Voraussetzung für die Aufnahme in den Universitätslehrgang.

Zur Sicherstellung der wissenschaftlichen Qualität dieser Ausbildung gibt es an jeder der durchführenden Universitäten einen wissenschaftlichen Leiter (an der Uni Graz ist dies ein Mitarbeiter des ehemaligen Instituts für Informationswissenschaft). Österreichweit wurde ein sogenanntes wissenschaftliches Leitungsgremium installiert, das sich aus den wissenschaftlichen Leitenden der einzelnen Universitäten zusammensetzt und das einmal jährlich tagt.

Text auszugsweise entnommen aus: Reichmann, G., Schlögl, C. und Thalmann, S. (2021): Das Institut für Informationswissenschaft an der Universität Graz: 1987 – 2020, Information – Wissenschaft & Praxis, 72(1), 1-9. https://doi.org/10.1515/iwp-2020-2132

 

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Der HI stellt vor: Informationswissenschaft an der Technischen Hochschule Köln

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Den Auftakt macht das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (IBI). Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite

Die Geschichte des Instituts für Informationswissenschaft (IWS) an der Technischen Hochschule Köln geht zurück bis ins Jahr 1928, damals noch unter dem Namen der Vorgängereinrichtung, der Westdeutschen Volksbüchereischule. Diese ging 1949 in das das Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen über und wurde 1982 die Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen, welche 1995 letztlich in die damalige Fachhochschule Köln (FH Köln) eingegliedert wurde. Zunächst fungierte man als Fachbereich Bibliotheks- und Informationswesen, später dann als Fachbereich Informationswissenschaft um dann im Rahmen der Hochschulreform 2002 in der neugegründeten Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften aufzugehen. Aus dem Fachbereich wurde dann letztlich das IWS, das zusammen mit dem Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK) und dem Forschungsinstitut für Informationsmanagement (IIM) die drei Institute der Fakultät bildet. 2007 wurde das ZBIW – Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung in das IWS integriert. Mit der Umbenennung zur Technischen Hochschule im Jahr 2014 hat das Thema Digitalisierung hochschulweit, aber auch besonders am IWS eine immer stärkere Rolle eingenommen, was sich bspw. in den folgenden Darstellungen der Lehr- und Forschungsaktivitäten darstellt.

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Der HI stellt vor: Das Schweizerische Institut für Informationswissenschaft (SII) an der Fachhochschule in Graubünden

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Den Auftakt macht das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (IBI). Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite.

Das Schweizerische Institut für Informationswissenschaft (SII) an der Fachhochschule in Graubünden

An der Fachhochschule Graubünden (FHGR) befindet sich das Schweizerische Institut für Informationswissenschaft (SII), das für die Informationswissenschaftliche Ausbildung an der FHGR verantwortlich ist. Die FHGR wurde zum 1. Januar 2020 als achte Fachhochschule der Schweiz aus der bisherigen Fachhochschule Ostschweiz (FHO) herausgelöst und dadurch autonom. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir als Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur eine Teilschule der Gesamthochschule. Für uns als kleine Fachhochschule (1900 Studierende und etwa 300 Mitarbeitende) ist es besonders wichtig, innovativ und aktiv zu sein. Darum entwickeln wir unsere Studiengänge immer weiter.

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Der HI stellt vor: Das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Den Auftakt macht das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (IBI). Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite

Inhaltliche Ausrichtung des IBI

Das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) ist das einzige universitäre Institut in Deutschland, welches bibliotheks- und informationswissenschaftliche Forschungstraditionen vereint. In den letzten zehn Jahren vollzog es eine tiefgreifende Strukturänderung, die mit einer Neuausrichtung sämtlicher Professuren auch eine Neuprofilierung des Instituts umfasste. Der traditionelle Forschungsfokus auf Bibliotheken wurde konsequent auf alle informationsverarbeitenden Infrastrukturen ausgeweitet, wobei die Schwerpunkte der Forschung auf dem Kulturerbe (vorrangig Bibliotheken, aber auch anderen Gedächtnisinstitutionen) sowie auf wissenschaftsunterstützenden Infrastrukturen liegen. Das IBI fokussiert in Forschung und Lehre auf vier Lehr- und Forschungsschwerpunktbereiche: Infrastrukturen, Information Experience, Openness und Literacy. Einen Überblick über die Forschungsbereiche findet sich hier.

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